Beanie Mütze stricken: So geht’s

Anleitung für Beanie Mütze Stricken
Viel mehr als rechte Maschen in Runden musst Du nicht können, um die Beanie Mütze zu stricken.

Mützen sind nicht einfach nur ein praktisches Kleidungsstück, das den Kopf warm hält. Vielmehr sind sie ein modisches Accessoire, das cool und lässig aussieht. Außerdem sie sind ein prima Hilfsmittel, wenn Deine Haare einen schlechten Tag erwischt haben. Dabei gibt es Mützen in unzähligen Varianten. Eine Form, die schon seit einiger Zeit schwer angesagt ist, ist die Beanie. Was das genau ist und wie Du Dir im Handumdrehen so eine Beanie Mütze stricken kannst, zeigen wir Dir in dieser Anleitung.

Ob Pudelmütze, schlichte Kappe oder gestrickter Hut: Kopfbedeckungen gibt es viele. Doch eine Variante, die nicht in Deiner Sammlung fehlen sollte, ist die Beanie. Schließlich ist die Beanie schön, lässig und echt trendy.

In dieser Anleitung zeigen wir Dir, wie Du auch als Anfänger in wenigen Schritten eine schöne Beanie Mütze stricken kannst. Dabei haben wir unsere Mütze ganz schlicht gelassen. Doch das ist natürlich nur eine Anregung. Du kannst Deine Mütze so gestalten, wie es Dir am besten gefällt. So kannst Du zum Beispiel ein anderes Strickmuster wählen oder später eine Applikation auf Deine Mütze nähen.

Was genau ist eine Beanie Mütze eigentlich?

Bei der Beanie handelt es sich um eine Mütze, die eine ähnliche Form hat wie eine Pudelmütze. Nur hat eine Beanie meist keinen Bommel. Im Prinzip ist es also eine schlichte, gerade Mütze, die etwas länger ist als der Kopf. Dadurch liegt die Beanie nicht eng am Oberkopf an, sondern steht hier über. Beim Tragen kannst Du das Ende auch lässig nach hinten klappen, ein bisschen wie bei einer Zipfelmütze.

Der Name kommt aus dem Englischen und geht wahrscheinlich auf bean für Bohne zurück. Während wir umgangssprachlich Birne sagen, wird der Kopf auf Englisch nämlich Bohne genannt.

Früher war die Beanie in erster Linie eine Kopfbedeckung für Männer. Vor allem Arbeiter, denen die Haare nicht ins Gesicht fallen sollten, trugen die Mützen. Dabei hatte die Beanie oft einen kleinen Schirm als Sonnenschutz. Deshalb kann sie als eine Art Vorläufer der Baseball-Kappe gewertet werden.

Heute ist die Beanie aus der Mode nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche tragen die Mütze genauso gerne wie Frauen und Männer. Und wenn Du keine Lust auf Modelle von der Stange hast, zeigen wir Dir, wie Du ganz einfach Deine eigene Beanie Mütze stricken kannst.

Das brauchst Du, um die Beanie Mütze zu stricken

  • 1 50-Gramm-Knäuel Garn
  • Nadelspiel in Stärke 3 bis 4
  • kurze Rundstricknadel Nummer 3 bis 4
  • Schere
  • Nähnadel mit stumpfer Spitze
  • evt. Maßband und Taschenrechner

Das Garn kannst Du natürlich ganz nach Deinem Geschmack auswählen. Möchtest Du eine dicke und warme Beanie Mütze für den Winter stricken, kannst Du zum Beispiel zu Wolle oder Acryl greifen. Soll es eine dünne und leichte Mütze für den Sommer werden, ist ein Baumwollgarn eine gute Wahl.

Du kannst ein glattes oder ein flauschiges Garn nehmen, die Mütze einfarbig stricken oder Dich für ein gemustertes Garn entscheiden. Genauso ist möglich, dass Du verschiedene Garnreste verarbeitest und so eine bunte Beanie strickst. Achte dann nur darauf, dass die Garne alle ungefähr gleichdick sind.

Die benötigte Garnmenge hängt natürlich von der Größe Deiner Mütze ab. Als grober Richtwert gilt, dass Du für eine Erwachsenen-Mütze ungefähr 150 Meter Garn einplanen solltest.

Da wir die Beanie Mütze in Runden stricken, ist es angenehmer, wenn Du mit einer Rundstricknadel arbeitest. Denn hier musst Du nicht so sehr aufpassen, dass Dir Maschen von der Nadel rutschen. Dabei sollte die Rundstricknadel am besten eine Länge von 40 cm haben. Das reicht für eine Mütze aus.

Es macht aber nichts, wenn Du keine passende Rundstricknadel hast. Denn Du kannst die Beanie Mütze genauso gut komplett mit dem Nadelspiel stricken.

Die Maschen und Techniken beim Stricken der Beanie

Wir verzichten bei unserer Beanie auf ein aufwändiges Strickmuster. Stattdessen wird sie einfach nur glatt rechts gestrickt. Und weil wir in Runden arbeiten, musst Du immer nur rechte Maschen stricken. Linke Maschen brauchst Du nicht.

Allerdings musst Du am Anfang Maschen zunehmen, damit die Mütze nach und nach an Umfang gewinnt. Und die Zunahmen machst Du, indem Du aus einer Masche zwei Maschen herausstrickst. Das geht so:

  • Du stichst in die jeweilige Masche ein und strickst ganz normal eine rechte Masche.
  • Die ursprüngliche Masche lässt Du aber nicht wie sonst von der linken Nadel fallen, sondern belässt sie dort.
  • Dann stichst Du noch einmal in die Masche ein, und zwar dieses Mal in das hintere Maschenglied, also auf der Rückseite der Stricknadel.
  • Anschließend strickst Du eine weitere rechte Masche.

Damit hast Du die Masche verdoppelt und kannst sie nun von der Nadel gleiten lassen. Die zweite Masche hast Du übrigens verschränkt gestrickt.

So kannst Du die Beanie Mütze stricken

Mit unserem Garn haben wir 22 Maschen und 28 Runden gebraucht, um auf jeweils 10 cm zu kommen. Die Mütze selbst hat einen Umfang von etwa 50 cm und passt dadurch bei einem Kopfumfang zwischen 54 und 56 cm.

Am Ende der Anleitung erklären wir Dir, wie Du die Maschenzahl anpassen kannst, wenn Du die Beanie Mütze kleiner oder größer stricken willst oder bei Deiner Maschenprobe auf andere Werte kommst. Aber fangen wir erst einmal an!

Den Anschlag und die Zunahmen arbeiten

Die meisten Mützen werden von unten nach oben gestrickt. Wir machen es aber andersherum. Wir beginnen also oben an der Spitze und arbeiten uns nach unten bis zum Bündchen vor. Denn auf diese Weise kannst Du jederzeit kontrollieren, ob die Länge schon reicht. Und falls Du Dich zwischendurch entscheidest, eine Long Beanie zu stricken oder die Mütze andersherum kürzer zu lassen, ist das kein Problem.

Für die Mütze schlägst Du 8 Maschen an und verteilst Sie auf die vier Nadeln vom Nadelspiel. Damit hast Du zwei Maschen pro Nadel. Dann geht es in Runden weiter.

1. Runde: alle Maschen verdoppeln; Du strickst also aus jeder Masche zwei Maschen heraus. Am Ende der Runde hast Du dadurch 16 Maschen.

2. und alle anderen geraden Runden: Alle Maschen rechts. In den geraden Runden arbeitest Du keine Zunahmen.

3. Runde: *1 Masche verdoppeln, 1 Masche rechts*; Du nimmst eine neue Masche zu und strickst die nächste Masche als normale rechte Masche. Das wiederholst Du bis zum Ende der Runde. = 24 Maschen.

5. Runde: *1 Masche verdoppeln, 2 Maschen rechts*; zwischen den Zunahmen strickst Du je zwei Maschen normal rechts = 32 Maschen

7. Runde: *1 Masche verdoppeln, 3 Maschen rechts* = 40 Maschen

9. Runde: *1 Masche verdoppeln, 4 Maschen rechts* = 48 Maschen

Nach diesem Schema setzt Du die Zunahmen fort. In jeder ungeraden Runde nimmst Du also acht neue Maschen dazu, wobei sich der Abstand zwischen den Zunahmen in jeder Zunahmerunde um eine Masche erhöht. In den geraden Runden strickst Du alle Maschen ganz normal rechts.

Die Zunahmen arbeitest Du, bis Du insgesamt 112 Maschen auf Deinen Nadeln hast. Das ist in der 25. Runde der Fall. Damit sollte der Umfang Deiner Mütze ausreichen. Falls nicht, fügst Du einfach noch eine oder zwei Zunahmerunden dazu.

Den unteren Teil der Beanie Mütze stricken

Hast Du die Zunahmen fertig, ist der kniffligste Teil schon geschafft. Wenn Du möchtest, kannst Du jetzt auf eine Rundstricknadel wechseln.

Dann strickst Du einfach gerade weiter, Runde für Runde. Du arbeitest also rundherum rechte Maschen, bis Deine Beanie die gewünschte Länge erreicht hat. Ziehe die Mütze dabei ruhig zwischendurch auf. So siehst Du am besten, ob die Beanie schon lang genug ist oder ob Du sie noch länger haben willst.

Abketten und die Fäden vernähen

Ist Deine Strickarbeit lang genug geworden, kettest Du die Maschen locker ab. Dann schneidest Du den Faden ab und ziehst ihn durch die letzte Masche.

Nun musst Du nur noch die Fäden vernähen. Drehe die Mütze dazu am besten um. So kannst Du die Fäden unsichtbar auf der Innenseite der Mütze verschwinden lassen. Fertig ist Deine selbstgestrickte Beanie Mütze!

So passt Du die Strickanleitung auf andere Größen und Garne an

Du kannst die Beanie in jeder beliebigen Größe und mit jedem Garn stricken. Dabei musst Du nur mehr oder weniger Maschen zunehmen.

Die Größe der Mütze richtet sich nach dem Kopfumfang. Ihn misst Du, indem Du das Maßband in Höhe der Stirn anlegst und um den Kopf herumführst. Das Maßband sollte über den Augenbrauen und oberhalb der Ohren verlaufen. Auf diese Weise findest Du den Kopfumfang in Zentimetern heraus.

Gestricktes Gewebe dehnt sich. Hätte die Mütze den gleichen Umfang wie der Kopf, würde sie deshalb ins Gesicht rutschen. Aus diesem Grund muss der Umfang der Mütze etwas kleiner sein. Und als Faustregel hier gilt, dass Du ungefähr sechs bis acht Prozent vom Kopfumfang abziehst.

Um die benötigte Maschenzahl für Deine Beanie Mütze zu ermitteln, strickst Du zuerst eine Maschenprobe. Anschließend zählst Du ab, wie viele Maschen Du brauchst, um mit Deinem Garn auf 10 cm zu kommen. Dann ziehst Du für die Passform die sechs Prozent vom Kopfumfang ab. Danach multiplizierst Du die Maschenzahl mit dem Mützenumfang und teilst das Ganze durch 10.

Ein Beispiel: Deine Maschenprobe ergibt, dass Du für 10 cm 24 Maschen brauchst. Der Kopfumfang beträgt 50 cm. Dann rechnest Du:

24 Maschen x (50 cm – 6%) : 10 = 24 Maschen x 47 cm : 10 = 112,8 Maschen

Diese 112,8 Maschen sind die Anzahl, die Du nach der letzten Zunahmerunde haben musst. In diesem Fall würdest Du einfach auf 112 Maschen abrunden. Beim Stricken der Beanie Mützen arbeitest Du dann so viele Zunahmen, bis Du die ausgerechnete Maschenzahl auf den Nadeln hast.

Allerdings muss Deine Maschenzahl durch 8 teilbar sein, weil Du in jeder Zunahmerunde acht Maschen zunimmst. Ist Dein Ergebnis nicht durch 8 teilbar, ziehst Du von Deinem Wert so viele Maschen ab, bis Du auf eine durch 8 teilbare Zahl kommst.