Raglan stricken

Raglan strickenHat sich eigentlich mal einer gefragt, wo das Raglanstricken überhaupt herkommt? Also es waren die Briten! Oder genauer gesagt, der Schneider eines Britischen Adeligen. 1854 wurde dieser Adelige, mit Namen Lord Raglan, im Krieg an der Krim an der Schulter verwundet.

Als der Mann wieder nach Hause kam, bestellte er bei seinem Schneider einen Mantel, bei dem die Ärmel ganz weit über den Schultern lagen und keine Nähte auf die Wunde drückten. Der fleißige Schneider (er sollte eigentlich der Namensgeber sein!) erfand dafür dann den berühmten Schnitt, der heute als „Raglan-Schnitt“ bekannt ist. Wer der Schneider war, weiß man heute nicht mehr. Es gibt nicht einmal mehr ein Foto von dem Mann.

Das Grundprinzip der Raglan-Pullover ist, das man sie in Runden strickt. Außerdem fängt man mit dem Stricken am Hals, bzw. am Kragen an. Zum Stricken der Raglanlinie nimmt man in jeder zweiten Runde 8 Maschen dazu. Die Raglanlinie geht vom Ende der Schulter bis unter das Armgelenk. Außerdem muss man sich genau ausrechnen, wie viele Maschen auf jede Nadel kommen.

Denn beim Raglan-Pulli liegen auf jeder Nadel ganz bestimmte Maschen, Vorderteil, Rückenteil und die beiden Ärmel. Wie lange diese Raglanlinien werden sollen, rechnet man sich am besten mit einem Raglan-Rechner aus. Beim Stricken befinden sich die Raglan-Linien zwischen den vier Stricknadeln.

Danach strickt man in Runden, ohne zunahmen weiter. Dabei strickt man aber nur mit den Maschen des Rücken- und des Vorderteils weiter. Den Abschluss des Bodys macht man mit ein paar Runden im Bündchenmuster. Die Maschen der Ärmel nimmt man dann eben noch mal auf und strickt die Ärmel rund zu Ende. Weil man mit einem Raglan-Pulli, sowieso schon so viel rechnen muss, ist es ziemlich schwierig, auch noch ein Muster einzustricken. Aber es ist nicht unmöglich!

 

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